
Für alle, die noch nicht zu den Profis zählen, hier ein paar Tipps für eine gute Übersicht aller Drucksachen oder Websites:
- Benutzen Sie höchstens drei verschiedene Schriftarten - wobei selbstverständlich von einer Schriftart verschiedene Schnitte (normal, fett, kursiv) verwendet werden können.
- Mischen Sie Serifenschriften (mit Abstrichen, wie z. B. Times New Roman) nur mit serifenlosen Schriften (ohne Abstriche, wie Arial), sofern verschiedene Schriftstile benötigt werden.
- Passen Sie die Schriftgröße den Anforderungen des Schriftstücks an. Schriften ab 10pt Schriftgröße sind gut lesbar und werden z. B. für Briefe verwendet.
- Klar und deutlich geht vor verspielt.
- Farben sind schön - jedoch nur in Maßen und zum Thema passend, sonst lenken sie ab oder sind schwer zu lesen (z. B. viel heller Text auf dunklem Grund).
- Verwenden Sie möglichst nur wenige Icons oder Grafiken. Diese dürfen das Auge nicht vom Wesentlichen ablenken oder gar störend wirken..
- Lieber eine Seite mehr, als zu viel oder zu kleinen Text auf einer Seite.
- Denken Sie daran, Absätze zu machen, da dies für den Leser übersichtlicher ist.
- Formulieren Sie möglichst kurze und klar verständliche Sätze.
- Benutzen Sie nur wenige und gängige Fremdwörter für das bessere Verständnis von fachfremden Lesern – oder erklären Sie die Wörter.
- Zahlen von eins bis zwölf im Fließtext bitte immer ausschreiben (ausgenommen Aufzählungen). Ab 13 verwendet man erst Ziffern.
Normgerechte Zahlenfolgen:
- Nationale Bankleitzahlen werden in von links beginnende Dreiergruppen gegliedert:
BLZ 123 456 78
- Da Kontonummern verschieden lang sein können, verzichtet man hier üblicherweise auf eine Gliederung: Kto-Nr. 12345678. Man kann jedoch von rechts beginnend in Dreiergruppen gliedern: 12 345 678
- Internationale Bankleitzahlen, BIC (Bank Identifier Code) werden ohne Leerschritt geschrieben: ABCDEF33XXX
- Internationale Kontonummern, IBAN (International Bank Account Number) werden in von links beginnende Vierergruppen gegliedert:
DE88 1234 5678 9012 3456 78
- Telefon- und Telefaxnummern: hier gibt es mehrere richtige Möglichkeiten:
1. Die einzelnen Teile wie Ländervorwahl, Ortsnetzkennzahl und Rufnummer werden jeweils durch ein Leerzeichen getrennt und eine ggf. vorhandene Durchwahlnummer mit einem Bindestrich angeschlossen: +49 123 456789-01
2. Man kann die Zahlen jedoch auch zur besseren Übersicht von hinten beginnend in Zweiergruppen gliedern. Die Vorwahl wird hier in Klammern gesetzt: (01 23) 4 56 78-20 13. Derart gegliederte Internationale Telefon-
und Faxnummern werden ohne Klammern geschrieben: +49 12 34 56 78
Was kann man als Autor eines Textes selbst überprüfen?
- Doppelte und dreifache Wortzwischenräume sollten Sie
eliminieren (z. B. mit suchen und ersetzen).
- Der Zeilenabstand von einem Text zur nächsten Überschrift
muss größer sein, als der Abstand nach derÜberschrift zum dazugehörigen Text. Bitte achten Sie
darauf.
- Konsistenz ist wichtig. Z. B. sollten Firmennamen immer
auf die gleiche Weise geschrieben werden. Wiederkehrende
Wörter entweder immer abkürzen (nach
einmaliger Erklärung) oder ausschreiben.
- Häufig verwendete Wörter oder Redewendungen können unter Umständen den Leser irritieren oder gar nerven. Versuchen Sie sich an verschiedenen Formulierungen.
- Das oder dass? Der Tipp speziell für Bayern und Österreicher: Immer, wenn Sie mundartlich "des" bzw. "dös" sagen können, ist es ein das mit einfachem s. Wenn nicht, dann benötigen Sie das Doppel-s. Für alle anderen gilt: Können Sie Ihr "das" mit "welches" ersetzen, dann schreiben Sie ein einfaches s.
Worauf ist prinzipiell zu achten?
Sofern bei der Erstellung eines Werkes auf fremde Inhalte zurückgegriffen wird, muss die rechtliche Seite beachtet werden, bevor es veröffentlicht oder in anderer Weise geschäftlich genutzt werden kann - dies gilt sowohl für Drucksachen als auch für Inhalte im Internet:
- Zitate sind als solche kenntlich zu machen und die Quelle anzugeben.
- Bei Texten, Grafiken (auch Cliparts!) und Tabellen, die 1:1 oder auch inhaltlich identisch verwendet werden, liegt ein Urheberrecht vor, das in den meisten Fällen eine geschäftliche Nutzung ohne Einverständnis verbietet.
- Bei Fotografien (ggf. auch von Erfindungen) liegt ein Urheberrecht (des Fotografen) und ein Persönlichkeitsrecht (der abgebildeten Person/en) vor. Vorsicht: Erlischt beides nicht mit dem Tod der betreffenden Person.
- Bei Musik müssen die Urheberrechte im Normalfall mit der GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) geklärt werden.
Um Probleme zu vermeiden, sollte der Urheber in jedem Fall sein schriftliches Einverständnis zur Veröffentlichung im Vorfeld gegeben haben.
Wer mit diesen Dingen nicht vertraut ist, ist gut damit beraten, sich professionelle Hilfe zu suchen.
Firmenflyer mit Tipps & Tricks zum Download
